#5 „Gotteskrieger“ von Daniel Silva

Alle Befürchtungen haben sich bewahrheitet, auch „Gotteskrieger“ ist mal wieder viel zu kurz geraten. Daniel Silva setzt in seinem neuesten Roman die Reihe um den Mossad-Agenten Gabriel Allon fort. Kaum hatte ich das Buch in der Hand, wollte ich es nicht mehr hergeben.

Der Top-Agent Gabriel Allon wird durch Zufall Zeuge einer Entführung in einem Londoner Park. Obwohl er einen Teil der Täter überwältigt, kommt er zu spät und kann das Unglück nicht verhindern. Das Opfer ist die Tochter des amerikanischen Botschafters in London und das Patenkind des amerikanischen Präsidenten. Sie gerät in die Gewalt von islamistische Extremisten, die sie nur im Tausch gegen inhaftiere Waffenbrüder wieder auf freien Fuß setzen wollen.

Für Gabriel Allon beginnt einmal mehr der Kampf gegen die Uhr, da die Entführer ein Ultimatum aussprechen an deren Ende sie die Geisel töten wollen, wenn ihren Forderungen nicht Folge geleistet wird.

Für mich steckt die Faszination an den Geschichten in der Person des Mossad-Agenten Gabriel Allon selbst. Er wird nicht als typischer Held beschrieben, der von Buch zu Buch die Welt vor den bösen Buben rettet. Nein, er wird von Fall zu Fall nachdenklicher und empfindet vor allem seine eigene Situation als unerträglich aus der er aber nach all den Dingen die passiert sind, nicht mehr entkommen kann. Ein tragischer Held der einfach nicht aus seiner Haut kann.

Bemerkenswert finde ich an diesem Buch die Einschätzungen des Autors zu den Verhältnissen in islamisch geprägten Ländern insbesondere Ägypten. Zeigen sie doch anhand der aktuellen Ereignisse, das er offensichtlich ganz genau weiß wovon er schreibt.

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